Montag, 30. April 2018

Schachblog 2018-008

Schachblog 2018-008

(30.04.2018)

Ich möchte im Folgendem meine Lichess-Ziele für Mai 2018 festsetzen. Bevor ich das tue, muss ich mir den Ist-Zustand vergengenwärtigen.

Aktuelle Lichess ELOs

Bullet: 1417
Blitz: 1510
Rapid: 1667
Classical: 1672

Wie wir sehen schließe ich im Bullet mit 1400+ ab. Im Blitz schließe ich mit 1500+ ab. Im Rapid schließe ich leider nicht mit 1700+ ab, sondern ebenso wie im Classical-Bereich mit 1650+. Diese Wertze könnten einen Hinweis darauf geben, welchen Wert ich Ende Mai nicht unterschreiten sollte. Schauen wir uns als nächstes vielleicht die besten Rankings an. Es wäre doch schön, wenn ich im Mai diese Werte überbieten könnte oder mindestens in ihre Nähe käme.

Höchste ELOs auf Lichess

Bullet: 1539 (aktuell 1417)
Blitz: 1613 (aktuell 1510)
Rapid: 1803 (aktuell 1667)
Classical: 1721 (aktuell 1672)

Meine Interpretation dieser Zahlen ist, dass mir grundsätzlich mehr Bedenkzeit besser bekommt, was logisch erscheint. Im Classical kommt diese Bedenkzeit dem Gegner jdoch wieder mehr entgegen, was ich grundsätzlich so interpretiere, dass ich in den anderen Modi entweder von Fehlern des Gegners profitiere, die unter Zeitdruck passieren, welche bei mehr Bedenkzeit ausbleiben, oder dass meine Fehler angesichts des Zeitdruckes seltener bestraft werden. Im Turnierbereich habe ich festgestellt, dass ich nach etwa einer Minute Bedenkzeit pro Zug keine signifikanten Verbesserungen in meinem Spiel mehr feststellen kann durch längeres Überlegen. Fehler, welche dann passieren, entspringen meinem fehlenden Verständnis des Schachspiels. Woraus ich zwei Dinge ableite: Erstens sollte ich mein Schachverständnis vertiefen. Zweitens sollte ich die charakterliche Stärke entwickeln mindestens diese Zeit pro Zug aufzuwenden, wenn die festgesetzte Bedenkzeit das zu lässt. Für Lichess ist dies irrelevant, weil man stets unter Zeitdruck spielt.

Welche Ziele leite ich nun aus diesen Zahlen ab? Mit folgenden Werten würde ich Mai 2018 gerne auf Lichess abschließen.

Ziel ELOs auf Lichess (Ende Mai 2018):

Bullet: zwischen 1400+ und 1500+
Blitz: zwischen 1500+ und 1600+
Rapid: zwischen 1700+ und 1800+
Classical: zwischen 1700+ und 1750+

ELOs sind nicht alles, deshalb die Frage: Welche anderen Ziele möchte ich mir setzen? Ziele sollten nach Möglichkeit messbar sein. Ich habe verschieden gut messbare, weitere Ziele, die ich nun aufzählen möchte:

Fehler und Patzer vermeiden.
Regelmäßiges Spielen.
Mehr Partien zu analysieren.
Das Erarbeiten eines Repertoires.
Regelmäßig und konzentriert Puzzles lösen.

Ich möchte jetzt auf die Messbarkeit einghehen beziehungsweise zeigen, wie ich diese Ziele messbar machen möchte. Außerdem möchte ich ihren Inhalt kurz erläutern.

Fehler und Patzer vermeiden:

Lichess unterscheidet in der Analyse zwischen Ungenauigkeiten, Fehlern und Patzern. Ich möchte diese Zahlen gerne aufzeichnen und auswerten, um aus Ist-Werten Soll-Werte zu machen. Allerdings ist mir in der Vergangenheit schon bewusst geworden, dass diese Zahlen sehr wenig aussagekräftig sind. Es gibt viele Faktoren, die beeinflussen wie viele Fehler und Patzer man macht und die Ungenauigkeiten basieren macnhmal nur auf der oberflächlichen Analyse durch die Engine und haben gar keine praktische Bedeutung. Beim Bullet sind Patzer wahrscheinlich nicht auszuschließen und auch beim Blitz kann es eventuell als Deal mit dem Zeitmanagement gewertet werden. Trotzdem glaube ich, dass ich grundsätzlich eine "Patzer-Intoleranz" entwickeln sollte. Objektiv betrachtet ist ein Patzer das gleiche wie der Verlust der Partie. Man sollte sich hier nicht durch die Unfähigkeit des Gegners hinters Licht führen lassen. Das heißt aber nicht, dass Patzer und Fehler die Moral brechen dürfen. Im Grundsatz sollte es mehr um den Umgang mit Fehlern und Patzern als um die Vermeidung gehen. Das Ausbleiben von Fehlern und Patzern sollte automatisch dem Nachfolgen. Falls nicht muss man seinen Umgang mit den selben überdenken. Das Erfassen der Fehler und Patzer setzt vorraus, dass man die Lichess-Analyse durchführt. Das deckt sich mit einem anderen Ziel in meiner Liste und hier muss ich Enrsthaftigkeit und Willensstärke entwickeln. Was die Anzahl der Fehler betrifft, sollte man sich vornehmen sie tendenziell zu reduzieren von Monat zu Monat. Im Umgang mit den Fehlern und Patzern würde ich folgende Strategie versuchen wollen:

Ich nehme mir Zeit jeden Fehler(Patzer) zu analysieren und mir die Frage zu stellen, was meine Intention war und warum ich diesen Fehler gemacht habe. Eventuell kann man die Fehler dadurch in Kategorien einteilen und bekommt Ideen dafür wie man die Kategorien gezielt bekämpft. Außerdem gebe ich mir Mühe den schachlichen Hintergrund eines jeden Fehlers zu verstehen. Ich möchte verstehen, weshalb die Lösung besser ist. Fehler, die ich nicht verstehe, werde ich sammeln und anderen Schachspielern vorlegen. Ich werde Rat erbeten. Aber auch die restlichen Fehler werde ich sammeln und in Ehren halten. Im Prinzip ist doch jeder Fehler auch Anlass zur Freude, weil er Probleme offenbart und Chancen zur Verbesserung bietet. Wenn Fehler nicht mehr auftauschen, um so besser, aber auch gut, wenn sie auftauchen und nicht aus mangelder Aufmerksamkeit entstanden sind. Alle Fehler, die nicht fahrlässig geschehen sind, sind wertvoll. Das ist einfach eine Tatsache.

Regelmäßiges Spielen

Das ist so eine Sache mitz dem regelmäßigen spielen. Hier will ich natürlich auf eine Anzahl hinaus und aber auch auf eine gute Verteilung, also am besten auf ein tägliches Ziel. Was leichte Utopie ist. Ich möchte zwei Partien pro Modus und Tag in die Luft spekulieren. Also 60 pro Monat. Aber alles unter sehr starken Vorbehalt. Eine gewisse Quantität halte ich für nötig und hiermit sei ein Richtwert festgelegt, der im nächsten Monat mit den konkreten Zahlen vergleichen werden kann. Wichtiger aber fi9nde ich die Qualität und damit kommen wir im Prinzip zum nächsten Punkt: Die Analyse.

Mehr Partien zu analysieren:

Ich sage es wie es ist: Eigentlich möchte ich sagen, dass ich alle Partien analysiere und als Ideal möchte ich es hochhalten. Leider weiß ich, dass ich charakterlich schwach bin und das vermutlich nicht umsetzen werde. Als Minimal-Ziel möchte ich festlegen, dass ich die Lichess-Analyse durchlaufen lasse, um die Fehler und Patzer zu notieren. Ich möchte sehr hoffen und daran glauben, dass daraus mehr entsteht. Hier möchte ich ein paar Strategien entwerfen, die mir dabei helfen könnten. Ich möchte mit mir aufrichtig den Pakt schließen, dass ich alles daran setzen möchte dieses Vorhaben bestmöglich umzusetzen. Nicht ohne mir Nachsicht zu erlauben.

Im Prinzip möchte ich die Haltung entwickeln und muss ich die Haltung entwickeln, dass in der Analyse die Freude des Schachspiels liegt. In gewissem Umfang stimmt das sogar. Gewisse andere Faktoren machen das reine Spielen allerdings zu einem kurzfristig, bequemeren Spaß. Ich möchte mich ermutigen die Anstrengungen auf mich zu nehmen, um das bessere Glück zu erfahren. Die große Freude am Entdecken und Erforschen des Spiels.

Ich halte es als Strategie für sinnvoll, dass ich die Analysen des Tages an einer bestimmten Zeit bündle und dann konzentriert und gewissenhaft ausführe. Um mich damit nicht zu überfordern, ist es sinnvoll mich in der Menge der gespielten Partien zu mäßigen. Ich muss versuchen herauszufinden wie viel möglich ist und mich daran orientieren. Ich möchte stichpunktartig festhalten, wie es mir Freude bereitet, um mich daran erinnern zu können, wenn die Motivation sinkt. Ich möchte versuchen einen Weg zu finden, die Erfolge der Analyse sichtbar zu machen. Zu oft sieht man nur die Anstrengung, aber nicht die Früchte der Analyse und das demotiviert. Ich möchte versuchen, die Analyse immer gut gelaunt zu machen und nicht das Gefühl von Pflicht aufkommen zu lassen. Wenn das möglich ist ohne, dass es die Analysetätigkeit negativ beeinflusst, würde ich gerne die Analysen anderen zugänglich machen, weil ich davon ausgehe, dass mir dies Freude bereitet und mich motiviert. Es wird mir nicht immer leicht fallen, aber ich muss mir auch bewusst machen, dass ich einen Teil von mir verleugne, wenn ich den leichten Weg gehe. Ich werde Willensstärke entwickeln und mir beweisen, dass ich das kann. Zumindest für Mai möchte ich diesen Pakt mit mir schließen, dass ich jede Partie analysiere. Im Juni mag ich wieder den bequemeren Weg gehen, wenn es mir nicht gefallen hat, aber für Mai möchte ich festhalten, dass ich mich nötigen falls dazu zwinge und am nächsten Tag keine neue Partie spielen werde bevor ich nicht die Partien des Vortages komplett analysiert habe.

Über die Verfahren könnte ich wieder einen Roman schreiben. Zunächst soll ein nachspielen und festhalten meiner Intentionen stattfinden. Außerdem die Lichess Analyse, allerdings nach Möglichkeit erst im Anschluss.

Das Erarbeiten eines Repertoires

Das ist sehr schwer quantifizierbar und wird sich irgendwie in die Analyse integrieren müssen. Ich bin zuversichtlich, dass dies gelingen wird.

Regelmäßig und konzentriert Puzzles lösen

Ich würde sagen, dass ich mir zunächst genau dies vornehme: Ich löse jeden Tag ein Lichess-Puzzle aufmerksam und konzentriert. Das ist vielleicht schon schwer genug einzuhalten. Eine Anpassung kann beim nächsten Mal erfolgen.

Montag, 12. März 2018

Schachblog 2018-007

Schachblog 2018-007

Ich hoffe der heutige Schachblog ist allen verständlich, ich bin ein bisschen in einen stichpunktartigen Stil abgerutscht. Es vorallem um Überlegungen zum Endspiel. Ich habe mir Gedanken zum Endspiel-Training gemacht.

Youtube-Kanal...

Eröffnung:

- Bird-Eröffnung mit Schwarz üben (From-Gambit ist meiner Mieinung nach interessant... allerdings sollte dies einhergehen  mit dem üben vom Königsgambit aus Schwarzer Sicht, weil Weiß dorthin abweichen kann)

Endspiel:

- Bestandsaufnahme

-- KLS/K: Auffrischen des Endspiels nötig, so wie Erweiterung aus "unbekannten Positionen am Rand", kurz gesagt, die bekannten Knackpunkte...

-- KLL/K eine kurze Ausarbeitung einer Strategie, auch wenn es intuitiv ausreichend funktioniert.

-- KD/K + KT/K funktionieren praxistauglich, gegebenenfalls Training gegen die Uhr

-- KSS/K... hier möchte ich wegen Praxisferne kein oder nur wenig Training ansetzen. Ich denke mir diese Lücke leisten zu können. Vor allem dann, wenn ich dadurch Zeit habe andere Lücken zu schließen.


-- Leichtfigur und Bauer gegen alleinigen König, bisher keine Ahnung, soll nach Euwe leicht sein. AQbgesehen von Außnahmen. Also einfach ab und zu üben. Und bei Gelegenheit Ausnahemn ansehen, aber geringe Priorität.

-- Bauernendspiele: momentan sehr interessiert und neugierig. Das Endspiel KB/K sitzt relativ gut. Ich würde die Anzahl der Bauern variieren und Schrittweise erhöhen. Vielleicht einfach spielerisch die eigenen Fähigkeiten erkunden und einen Zeitraum festlegen.

-- zu 

-- komplexere Endspiele sollten auch trainiert werden...


Meine Theorie zu Enspielen, die auch mein Training der Endspiele durch dringen soll, sei folgende:

DAs Endspiel ist sehr wichtig, weil hier ein erarbeiteter Vorteil oder einerarbeiteter Ausgleich realisiert wird. Am wertvollsten aber sind Endspiele für ein tiefes Schachverständnis und für die Herausbi9ldung überragender Schachfähigkeiten. Denn dadurch das weniger Figuren auf dem Brett sind, ist die Position übersichtlicher und das durch gehen von Varianten einfacher. Der Schachspieler hat die Möglichkeit sich einfachen Problemen zu stellen, die deshalb nicht leicht sein müssen. Man kann alle notwendigen Fähigkeiten des Schachspiels in einfacheren Positionen trainieren. Denn im Grunde genommen handelt es sich um die leichteren Gewichte, wenn wir eine Analogie zum Gewichte heben ziehen wollen. Hier kann ich Technik und saubere Ausführung trainieren ohne überfordert zu sein. Wie wichtig aber wird die Technik und die saubere Ausführung für die schwereren Gewichte sein? Paradox mag das folgende koingen: Ich behaupte, dass das Endspiel der Ursprung ist und wir müssen zum Ursprung, zur Quellle, um zu verstehen. Aber ist das Endspiel nicht das Ende und der Schluss, werden manche denken. Jein, würde ich sagen. Wir müssen eine Schachpartie nun mal vom Ende aus denken. Von mir aus können wir auch sagen, dass wir vom Endspiel zurück gehen. Für das Lernen scheint mir das die Nartürlichkeit zu sein. Wir haben eine Position, die matt ist und jetzt fragen wir uns: Wie kommen wir von hier zurück zur Grundstellung der Figuren? Und nun ja, sobald wir wieder dort sind hätten wir einen Weg zum Matt gefunden. Das klingt vielleicht zu pathetisch und lächerlich, aber ich finde das fantastisch. Wenn ein Schachspieler Endspiele kann, dann kann er von der Grundposituion aus auf ein Ziel zu steuern. Er kann ein Endspiel suchen, was für ihn gewonnen ist. Das in der Grundstellung schon zu sehen überfordert uns noch, aber sollte uns die Grundstellung nicht viel mehr überfordern, wenn wir nicht wissen, was wir wollen? Aus dem eben gesagt ergibt sich zumindest schon einmal die Forderung Figuren abzutauschen. Denn auch wenn das keine große Erkenntnis ist, aber die Endspiele kommen alle mit wenigen Figuren aus. Aber kommen wir zurück zu den Fähigkeiten. Varianten berechnen und Pläne entwickeln und und und ist natürlich viel leichter, wenn weniger Figuren auf dem Brett sind. Man fühlt sich weniger überfordert und erschlagen und ist auch eher bereit es zu versuchen, aber nur aus dem Versuch kann man lernen. Aus der Startpüosition heraus ist es ein Herumstochern im Dunkeln. Man sucht die Nadel im Heuhafen. Warum sollen wir aber nicht am Anfang den Heuhaufen verkleinern, damit der Erolg realistischer wird? Und wie wäre es, wenn wir zu aller erst einmal nur die Nadel haben ohne Heuhaufen, um zu sehen wie so eine Nadel überhaupt aussieht? Danach können wir immer noch nach und nach Strohhalme dazu legen und den Unterschied zum Strohhalm wahrnehmen und uns bewusst machen. Man kann meiner Meinung nach bestimmte Schlüsselfähigkeiten als Anfänger gar nicht im normalen Spiel erlernen. Was soll ich einem Anfänger sagen: Denke bei der Partie immer zwei Züge voraus! Ein Anfänger bemerkt so vielleicht Kombinationen, aber eigentlich muss er auch dazu erstmal die Motive kennen. Und dann entscheide mal als Anfänger welchen Zug dein Gegner tun wird, wenn du selbst mehr aus dem Bauch heraus ziehst? Aber im Endspiel gibt es weniger Zugmöglichkeiten und vielleicht kkann man sogar jeden Zug noch durchgehen. Man bekommt einfach die Möglichkeit die Vorausberechnung von Zügen zu üben. Und das ist doch nur ein Beispiel. Wie kann man zum Beispiel schon allein beim Endspiel KD/K üben aufmerksam zu sein und kein Patt aufs Brett zu stellen. Im richtigen Spiel mit vielen Figuren ist es für den Anfänger vielleicht nicht einmal ersichtlich, ob er aus Unaufmerksamkeit oder Verletzung von elementaren Grundregeln verliert. Ja, mit Tarrasch möchte ich ja fast sagen, dass man Schach eben wie eine Muttersprache lernt, wenn man beim einfachsten Endspiel anfängt und sich dann immer zu steigert zu komplexeren Positionen.

Endspiel-Training Methoden:

- das Rote Endspielbuch durcharbeiten.
- Endspiele gegen den Computer trainieren.
- Endspiel-Stellungen aus Literatur übernehmen und gegen den Computer spielen.
- Stellungen mit Figuren auslosen und spielen.
- Eröffnungen vom Computer einige Züge "vorspulen" lassen und so entstandene Stellungen als natürlichere Endspielstellungen nutzen und gegen den Computer spielen. Vor allem für meine Lieblingseröffnungen.
- Stellungen aus Meisterpartien oder eigenen Partien, die geeignet erscheinen als Endspiel-Positionen nutzen und dagegen spielen.


Kombination:

- Jeden Tag etwa 10 puzzle auf Lichess. Das sollte eine gute Grundlage sein, um hier voran zu kommen.

Position:

- Ich nehme mir vor eines von meinen Büchern dazu zu lesen. Ich mache einen Plan und lege eine Mindestdauer des Trainings fest, um das tatsächlich zu tun.

PS: Viel mehr Schachblog schreiben.


Freitag, 16. Februar 2018

Schachblog 2018-006

Schachblog 2018-006

Wie kommt es, dass wir manchmal Fehler machen, die uns sofort nach dem Tiehen auffallen? Was ist das für ein Effekt? Und wie können wir ihn hervorrufen bevor wir tatsächlich ziehen? Was muss stattfinden? Über dieses Problem möchte ich nachdenken und habe hier auch noch ein aktuelles Beispiel.

Ansonsten bewege ich mich wieder auf die 1500 elos bei LIchess zu. Ich hoffe bald noch viele persönliche Bestleistungen abzurufen.

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Mittwoch, 7. Februar 2018

Schachblog 2018-005

Schachblog 2018-005

In einer sehr schönen Schottischen Partie zeigte ich wie man Abweichungen in der Eröffnung nutzen kann, um die Fehler in der Abweichung aufzuspüren, in dem man sich die Frage stellt, weshalb dies kein Theoriezug ist. Im Verlauf der Partie gab es Momente, in denen ich die Drohungen und Pläne meines Gegners zu wenig beachtet habe und zum Ende hin machte ich Patzer wegen Zeitnot.



Zusammenfassung:

Taktik:
- parieren und beachten von gegnerischen Drohungen

Anderes:
- psychologisch: keine Überheblichkeit entwickeln, wie hier passiert durch größeres Theoriewissen in der Eröffnung
- Optimierung des Zeitmanagements

(07.02.2018)

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Montag, 5. Februar 2018

Schachblog 2018-004

Schachblog 2018-004

Die Drachenvariante des Sizilianers erscheint mir vorteilhaft für Weiß zu sein. Es meint Sizilianisch mit g6... und d6... nach irgendeinem Sternzeichen am Himmel mit Namen Drache.


Vielleicht könnte ich noch mal in Angriff nehmen Sizilianisch für Weiß zu üben.

Hier noch eine Schottische Variante, die von Schwarz falsch ist, die man aber kennen sollte. Schottisch mit 3. ... d5.



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Mittwoch, 17. Januar 2018

Schachblog 2018-002

Schachblog 2018-002

Beim Üben des Läuferspiels ist mir aufgefallen, dass die von mir gewählte Variante kompliziert ist und der Mehrbauer streng genommen nicht dauerhaft gehalten werden kann, wie Max Euwe dies "vermutet", wodurch die Variante zwar ausgeglichen, aber nicht besser für Schwarz ist. Schwarz muss darauf vertrauen, dass Weiß Fehler macht oder sich darüber freuen und damit zufrieden geben, dass er gegen den Anzugsvorteil ein Remis herausholt. Eine andere Variante kommt eigentlich nicht in Frage, weil sie weniger korrekt ist, allerdings möchte ich schauen, ob eine andere Variante für mich persönlich leichter zu behandeln ist.

Oft passiert es mir, dass ich taktische Motive übersehe. Insbesondere Kombinationen, welche einer Räumung bedürfen, fallen mir nicht auf. Ein Klassiker zum Beispiel ist die Ausnutzung einer Fessel durch einen Bauernangriff. Einerseits ist mir zu wenig bewusst während des Spiels, dass der Bauer angreifen muss und andererseits übersehe ich, dass ich einen Bauern aktivieren könnte, wenn ich räumen würde. Wegen dieser Diagnose gehe ich davon aus, dass ich Zeit darauf verwenden sollte taktische Motive und die Methoden ihrer Ausnutzung zu studieren. Es sollte mir in Fleisch und Blut übergehen. Wenn man zum Beispiel eine Fessel sieht, sollte instinktiv die Frage auftauchen: Wo ist der Bauer, der die gefesselte Figur angreifen kann? Es klingt so banal, aber das funktioniert eben bei mir noch nicht, obwohl ich manchmal echt hübsche Kombinationen aufs Brett zaubere. Aber nun mal leider durch Zufall und nicht durch Können. Ein Stück weit ist auch meine Überzeugung, dass Taktik zufällig passiert, aber nein, so darf es eigentlich nicht sein. Das darf nicht der Anspruch sein. Genau so wie es nicht der Anspruch sein darf, dass Taktik nun mal auf genauer Beobachtung basiert und man mangelndes Geschick eben durch Bedenkzeit ersetzt. Grundsätzlich ist dies möglich, weshalb oft auch Anfänger taktisches Genie besitzen können, aber als Anspruch muss man andere Maßstäbe setzen, wenn man sich verbessern möchte. Taktiktraining ist tatsächlich jenes, welches ich am meisten vernachlässige. Keine typische Schwäche unter Schachspielern.

Heute habe ich eine Partie Schottisch mit Schwarz gespielt. Ich würde generell gerne meine Kenntnisse der Schottischen Partie erweitern und vertiefen, obwohl ich mit der Idee spiele Schottisch in Zukunft nicht mehr zu spielen, weil es sehr remis verdächtig ist, aber oft kleine Fehler das Ende bedeuten. Eventuell sind Schottische Gambit-Varianten eine gute Idee, um das Studium spannender zu gestalten. Wichtiger wäre eine Ausräumung von Fehlern und Irrtümern in den Hauptvarianten.

Das Manöver mit zwei Türmen auf der siebten und achten Reihe konnte ich noch nicht in Angriff nehmen. Ähnliches gilt für Spanisch. Es wäre eine Idee Spanisch für Weiß in Angriff zu nehmen. Auch wenn es vielleicht nur eine Phase ist, um später Spanisch mit Schwarz besser zu parieren.

Zusammenfassung:

Eröffnung:
- Läuferspiel, Variante finden, die mir liegt
- Läuferspiel "Haupt-Variante" tiefer lernen
- Schottisch vertiefen
- Schottische Gambit-Varianten zur Auflockerung
-- (z.B.: Göring-Gambit, Schottisches Gambit)

Taktik:
- Motive und ihre Ausnutzung kennenlernen
- aufmerksameres Spiel(!)

Strategie:
- Türme auf 7./8. Reihe

Endspiel:
- keine konkreten Lernziele

(17.01.2018)

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Erklärung meines Ansatzes für mein Schachtraining

Sonntag, 14. Januar 2018

Schachblog 2018-001

Schachblog 2018-001

Heute beim online Schach spielen sind mir folgende Defizite aufgefallen:

Die offene Verteidigung im Spanier sitzt noch nicht richtig und obwohl das Läuferspiel für Weiß als nicht optimal gilt, habe ich es mit Schwarz schlecht gespielt und bin mit einige Gambit-Varianten auf die Nase gefallen. Unter Zeitdruck bekomme ich die Operation mit zwei Türmen in der siebten und achten Reihe noch nicht sauber hin. Das deutet darauf hin, dass ich es noch nicht richtig verinnerlicht habe.

Zusammenfassung

Eröffnungen:
- offener Spanier
- Läuferspiel

Positionsspiel:
- Türme in der 7./8. Reihe (Aaron Nimzowitsch, Mein System)

(14.01.2018)

Dienstag, 2. Januar 2018

Spanische Eröffnung (offen)

Spanische Eröffnung, offene Variante

Beispiel-Partie für das Eröffnungsrepertoire

Weiß: Ljubojevic, Ljubomir
Schwarz: Kavalek, Lubomir
Oktober 1975

1. e4 e5
2. Sf3 Sc6
3. Lb5 a6
4. La4 Sf6
5. 0-0 Sxe4
6. d4 b5
7. Lb3 d5
8. dxe5 Le6
9. De2 Le7
10. Tfd1 0-0
11. c4 bxc4
12. Lxc4 Dd7
13. Sc3 Sxc3
14. bxc3 f6
15. exf6 Lxf6
16. Lg5 Kh8
17. Lxf6 Txf6
18. Sg5 Sa5

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